Heilig ist nur der Schein
ein Kammerspiel von Cornelia Molle
Dass Geld allein nicht glücklich macht, weiß eigentlich jedermann.
Dass kein Geld aber auch nicht unbedingt glücklicher macht, stellen Josef und Hannes, dicke Freunde in den besten Jahren, fest und setzen entgegen aller Wahrscheinlichkeit auf den großen Lottogewinn.
Der kommt, wie Geld halt kommt, falls es überhaupt kommt, spät.
Nicht zu spät, um die Träume aus besten Jahren noch zu kennen, aber eigentlich zu spät, um sie Wirklichkeit werden zu lassen. Das sieht der eine allerdings
anders als der andere und so kämpfen, ringen und tricksen die beiden, inzwischen hochbetagte Graubärte, einander aus.
Ein letztes großes Abenteuer wider die Vernunft und Sicherheit.
In komischen und tragischen, in bösen wie liebevollen Aktionen reift schließlich die Einsicht, die seinerzeit bereits Oscar Wilde teilte:
„Es gibt im Leben zwei Tragödien. Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung. Von beiden ist die zweite die
weitaus tragischere“.
Ein Gastspiel von „Horch und Guck – Die Hörbühne“ aus Heilbronn
Es spielen: Udo Grunwald und Raik Singer
Regie: Cornelia Molle, Katrin Bayer